Aktuelles

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Hunde bauen Brücken

Einleitung
In der Inselhaus Kinderund Jugendhilfe gemeinnützigen GmbH sind Tiere willkommene Gehilfen in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit.

Die direkte pädagogische und therapeutische Arbeit mit den Hunden findet auf dem Grundstück der „Heilpädagogisch-Therapeutischen Tagesstätte“ (im folgenden HPT genannt) in Wolfratshausen, im Alltag und auf einem Hundeübungsplatz in Königsdorf statt. Die Methoden sind abgeleitet aus Disziplinen aus dem Hundesport (Turnierhundesport und Obedience).

Die Arbeit mit den Kindern zeigt immer wieder, wie wichtig der Kontakt zu Tieren sein kann. Für Kinder, die aus schwierigen Lebenssituationen kommen oder auf Grund von beengten Wohnverhältnissen keine eigenen Haustiere halten können, ist der Kontakt zu Tieren oft sehr wichtig. Der Umgang mit Tieren ist für viele Kinder eine Erfahrung, die neu und unbelastet ist, sie kann korrigierend und heilend wirken.

Kinder, die infolge von traumatischen Erlebnissen die Nähe von Menschen nicht mehr so leicht zulassen können, wagen im Umgang mit Hunden wieder eine Annäherung. Sie erleben Zuwendung, die sie unbelastet erwidern können und machen so Erfahrungen von Geborgenheit, Liebe und Verständigung – Erfahrungen, die sich positiv auf die Bewältigung der eigenen Probleme auswirken können.

In der Auseinandersetzung mit Tieren lernen die Kinder und Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen (Fütterung, Tränken, Ausführen der Hunde). Die Versorgung der Tiere ist dabei eine wichtige Übung für ein ausgewogenes Verhältnis von Nehmen und Geben, von Spaß und Pflicht.

Die Kinder machen auch elementare Erfahrungen im Bereich der Wahrnehmung, des Körperbewusstseins und der motorischen Koordinationsfähigkeit, im Leistungsund Sozialverhalten sowie im emotionalen Bereich.

 

1. Ressourcen

1.1. Auswahl, Ausbildung und Funktion der Hunde
Grundsätzlich sind Hunde aller Rassen und Größen geeignet, die wesensfest sind. Teilweise haben Kinder eigene Hunde, bzw. in der Familie. Ob sich diese Hunde für den Einsatz in der pädagogischen Arbeit eignen, muss im Einzelfall geprüft werden.

Grundsätzlich gilt, dass die Ausbildung des Hundes vom Hundehalter geleistet werden muss. Für die pädagogische bzw. therapeutische Arbeit eignen sich nur Hunde ab 15 Monaten mit ei ner bestandenen Begleithundeprüfung.

Hunde sind ideale „Co-Therapeuten“. Zum einen sind sie hervorragende Kommunikationsträger (Der Hund dient dem/der PädagogIn als Vermittler pädagogischer bzw. therapeutischer Ansät ze, dadurch muss der/die PädagogIn nicht immer direkt auf das Kind einwirken.), zum anderen ist es für das Kind ein erhebendes Gefühl, ein so starkes und doch sanftmütiges Tier zum Freund zu haben. Die Hunde nehmen dabei in erstaunlicher Weise Rücksicht auf die ihnen an vertrauten Kinder. Es entsteht eine stille Kommunikation zwischen Kind und Hund, da die Hunde ein sehr feines Gespür für Gefühle und Stimmungen haben. Einerseits spiegeln sie in ihrem Verhalten oft unbewusst Befindlichkeiten des Kindes direkt wieder, andererseits besitzen sie ein hohes Toleranzpotenzial und treten dem Kind vorurteilsfrei gegenüber.

1.2. Übungsgelände
Als Übungsgelände eignen sich die eingezäunten Plätze von Hundesportvereinen des Verban des deutschen Hundewesens (VDH), die über einen Turnierhundesport-Parcour und eine beheizbare Hütte für Auswertungsgespräche verfügen.

Die HPT arbeitet diesbezüglich mit dem eingetragenen Verein der Hundefreunde Königsdorf zu sammen. Das Übungsgelände dieses Vereins ist ideal, da es von sehr großen Waldund Wie senflächen sowie einem eingezäunten Badesee umgeben ist.

Das gemütliche Vereinsheim ermöglicht bei jedem Wetter eine Auswertungsrunde im Trockenen und einen kleinen Imbiss zur Stärkung.

Ein weiterer Kooperationspartner ist die Ortsgruppe München Hinterbrühl-Solln, des Vereins für deutsche Schäferhunde e. V. Dieses Übungsgelände am südlichen Stadtrand von München dient vor allem für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus dem Raum München.

1.3. Pädagogische Anleitung
Um als pädagogische bzw. therapeutische Arbeit mit Kindern unter Einsatz von Hunden be zeichnet werden zu dürfen, müssen folgende personelle Qualifikationen erfüllt sein:

Mindestens eine pädagogische Fachkraft (ErzieherIn, HeilpädagogIn, SozialpädagogIn, Psychologin), die vorrangig für die Zusammenstellung der Gruppe, die individuelle Betreuung und Förderung der Kinder und der Ausarbeitung der entsprechenden Förderplanung zuständig ist.

Als therapeutisch wird das Angebot dann bezeichnet, wenn die Fachkraft einen entsprechenden Ausbildungstitel (Dipl. PsychologIn od. vgl. Qualifikation) nachweisen kann.

Des weiteren ist mindestens eine erwachsene Person mit einer gültigen Übungsleiterlizenz für Hundesport, die von einem entsprechenden Dachverband z. B. VDH anerkannt ist, notwendig.

Diese Person ist für die Auswahl und Überprüfung der Hunde zuständig, ebenso für alle Bereiche, die den Hundesport betreffen und für die Weiterqualifizierung der HundebesitzerInnen.
Der/Die zuständige ÜbungsleiterIn kann die Eignung der jeweiligen Hunde, für die Arbeit mit Kindern auch bei bereits bestandener Begleithundeprüfung erneut überprüfen. Unser Team wird
dabei von den amtierenden Ausbildungswarten der kooperierenden Hundesportvereine beraten und unterstützt.

In Absprache mit den PädagogInnen werden die Übungsstunden vorbereitet und durchgeführt sowie die Zusammenstellung der jeweiligen Kind/Hund-Teams sowie die Zusammenarbeit mit den jeweiligen HundebesitzerInnen koordiniert.

1.4. Begriffsdefinitionen aus dem Hundesport
Turnierhundesport (THS)
Im Turnierhundesport gibt es mehrere Disziplinen, in denen entweder in einer Einzeldisziplin oder im Vierkampf gestartet werden kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit für Mannschaftswettbewerbe.
• Langstreckenlauf mit Hund über 2000 m oder 5000 m. (Lauf und Ausdauertraining)
• Hindernislauf (Bahnlänge 75 m mit acht Hindernissen)
• Slalom (1,4 m breite Tore)
• Dreisprung (Hürdenlauf, je Hürde etwa 50 cm hoch)
• Unterordnung (Leinenführigkeit, Freifolge, Sitzübung, Platzübung)
• Combinations Speed Cup (CSC)
• Qualifikations Speed Cup (QSC)
Eignet sich für alle Hunderassen und setzt voraus, dass für den Hund das Ausbildungs kennzeichen „Begleithundprüfung“ nachgewiesen werden kann.

Gefördert wird in diesem Bereich bei den Kindern:
> Grobmotorik und Körperbewusstsein
> Wahrnehmungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit
> Vertrauen zwischen Hund und Kind
> Durchsetzungsvermögen und Selbstwertgefühl
> Ausdauer

Agility
Bedeutet soviel wie „Beweglichkeit/Bewegung“ und kommt ursprünglich aus dem Reitsport.
Agility beinhaltet eine Steigerung der Anforderung. Es erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und guter Zusammenarbeit zwischen Hund und HundeführerIn. Der Hund muss auf Handzeichen des/der HundeführerIn einen Parcours von mehreren Hindernissen (Sprüngen, Kletterhürden und Stegen, Tunnels und einer Wippe) fehlerfrei und in der richtigen Reihenfolge, auf Zeit überwinden.
Der/Die HundeführerIn bewegt sich auf möglichst kurzem Weg zwischen den Hindernissen und leitet ihren/seinen Hund mit Stimme und Handzeichen. Wichtig ist auch die richtige Reihenfolge, die bei jedem Turnier neu festgelegt und erst kurz vor Beginn bekannt gegeben wird, Aus diesem Bereich werden vor allem Agility-Spiele verwendet.

Gefördert wird in diesem Bereich bei den Kindern:
> Vertrauen zwischen Hund und Kind
> Konzentrationsfähigkeit und die Selbstdisziplin
> Reaktionsvermögen
> Einfühlungsvermögen für ein anderes Lebewesen (Hund)
> gemeinsames Erleben in der Gruppe

Obedience
Im Obedience wird das kooperative und kontrollierte Verhalten (Sozialverhalten) des Hundes überprüft. Besonders zu beobachten sind der gute Kontakt zwischen Hund und HundeführerIn sowie das bereitwillige Gehorchen des Hundes, auch wenn er sich in einem Abstand vom Hundeführenden befindet.
Für die Arbeit mit Kindern eignen sich vor allem Obedience Rallies. In einem vorgegebenen Parcour werden verschiedene Aufgaben vom Hund-Kind Team erfüllt.

Gefördert wird in diesem Bereich bei den Kindern:
> Grobmotorik
> Konzentrationsfähigkeit und Selbstdisziplin
> Einfühlungsvermögen für ein anderes Lebewesen (Hund)
> Sozialverhalten in der Gruppe
> Reaktionsvermögen

Sport mit dem Hund
In diesem Bereich gibt es sehr viele Möglichkeiten, die im erlebnisund sozialpädagogischen Bereich hervorragend genutzt werden können.
• Wanderungen und Nachtwanderungen mit dem Hund
• Geländespiele und Schnitzeljagden mit Kindern und Hunden
• Schwimmen und Spiele am Wasser mit Kindern und Hunden
• Dog Dancing

Begleithundeprüfung
Bei der Begleithundeprüfung wird das Wesen des Hundes geprüft. Leinenführigkeit und Gehorsam werden sowohl auf dem Übungsplatz als auch in einem Verkehrsteil nach streng festgelegten Kriterien überprüft.
Der Hund muss gegenüber Joggern, Autos, Fahrradfahrern und anderen Hunden gelassen und unbefangen sein und sich bei der Begegnung mit anderen Menschen neutral verhalten. Er muss sich im Straßenverkehr, in öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. an viel begangenen öffentlichen Plätzen friedlich verhalten.
Die Begleithundeprüfung ist eine Voraussetzung, die der Hund für den Einsatz in der pädagogischen Arbeit mitbringen muss. Diese Prüfung und ein bestandener Sachkundenachweis sind Einstiegsvoraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen und Turnieren in allen Hundesportsparten und Vereinen des VDHs.
Der Gehorsamsteil auf dem Hundeplatz (Unterordnung) wird in der Arbeit mit den Kindern eingesetzt, z. B. Fuß gehen an der Leine, Sitzübung, Platzübung mit anschließendem Heranrufen. Dabei sind die Übungsteile in einer bestimmten Reihenfolge zu absolvieren.
Eine Ausbildung des Hundes erfolgt in diesem Bereich im Allgemeinen nicht sie bleibt die Aufgabe des jeweiligen Hundebesitzers.

Sachkundenachweis
Vor dem Ablegen der ersten Begleithundeprüfung hat jede/r jugendliche und erwachsene HundeführerIn verbindlich einen Sachkundenachweis zu erbringen. Es handelt sich dabei um eine theoretische schriftliche Prüfung, die von einem Leistungsrichter des VDHs abgenommen wird.
Es gibt unterschiedliche Fragenkataloge für Jugendliche und Erwachsene, aus den Bereichen Vereinsrecht, Versicherungsfragen, Tierschutzinsbesondere artgerechter Hundehaltung und Tiermedizin.

Gefördert wird in diesem Bereich bei den Jugendlichen:
> Selbstbewusstsein
> Bewusstsein für eigene Stärken und Durchsetzungsfähigkeit
> Konzentrationsfähigkeit
> Durchsetzungsvermögen und eigener Wille
> Führung übernehmen und Entscheidungen treffen
> Theoretisches Wissen über Hundehaltung

1.5 Abgrenzung zum Schutzhundesport
Schutzhundesport ist eine weitere Sparte des Hundesports. Der Zweck des Schutzhundesportes ist die korrekte Ausbildung und Triebförderung von Gebrauchshunden zur Ausübung eines Wettkampfsportes. Geprüft werden diese Schutzund Gebrauchshunde in den Disziplinen
• Fährtenarbeit
• Gehorsam/Unterordnung
• Schutzdienst
Diese Sparte ist aber in der heilpädagogisch-therapeutischen Arbeit methodisch nicht verwertbar, da sie vor allem die Ausbildung des Hundes bezweckt und nicht die Förderung der Kinder
und Jugendlichen.<br>
Hunde, die den Ausbildungsgrad von Schutzhundprüfungen erreicht haben, eignen sich oft sehr
gut zum Einsatz in der pädagogischen Arbeit, da bei dieser Arbeit sehr großer Wert auf einwandfreies Wesen gelegt wird.<br>
Deshalb wäre es insbesondere zur Gewinnung von geeigneten Hunden für sozialpädagogische
und therapeutische Zwecke wichtig, Vereine, die diese Hundesportart betreiben, für eine Zusammenarbeit zu begeistern.

2. Zielgruppe

2.1 Zielgruppe im Rahmen heilpädagogisch-therapeutischer Arbeit
Die Methode „tiergestützte Pädagogik mit Hunden“ wenden wir vor allem bei Mädchen und Jungen an, die im Umgang mit Menschen bzw. Pädagogen, Therapeuten aber auch anderen Kindern sehr scheu sind; bzw. manchmal auch therapiemüde sind, denn Hunde sind unvoreingenommen, sie schweigen, sie bieten Schutz und Treue und lassen an Kraft und Lebensfreude teilhaben. Sie treten einem Kind in der Regel ohne Bewertung gegenüber und nehmen es so an, wie es ist.
Hunde haben im Rudel eine soziale Rangordnung. Haushunde bzw. Hunde mit dem für den Einsatz in der pädagogischen Arbeit notwendigen Ausbildungsstand haben ihre Rangordnung mit dem Besitzer geklärt und werden sich mit dem „Kind“ auf die gleiche Ebene begeben und ihm freundschaftlich begegnen.

Gefördert werden Mädchen und Jungen mit:
> psychomotorischen Befunden oder mangelhaftem Körperbewusstsein
> großem bzw. übersteigertem Bewegungsdrang
> geringem Selbstwertgefühl
> Störungen in der emotionalen Entwicklung, Kommunikationsund Beziehungsproblemen
> Konzentrationsschwierigkeiten
> wenig Ausdauer
> Schwierigkeiten im Sozialverhalten in der Gruppe
> Schwierigkeiten Strukturen und Regeln anzuerkennen und zu befolgen

2.2. Zielgruppe im Rahmen sozialpädagogischer Arbeit
Unsere moderne Gesellschaft hat Ausprägungen von Gefühlsarmut, Leistungsdruck, Geltungsdrang, Intoleranz, Gewalt und Unterdrückung. Kinder haben es besonders schwer, sich in dieser Gesellschaft zurechtzufinden und eine individuelle Persönlichkeit zu entwickeln.
Eltern werden oft von gesteigerten Anforderungen an die Kindererziehung überfordert, können wichtige Bedürfnisse ihrer Kinder nicht ausreichend befriedigen und gesellschaftliche Einflüsse, die auf die Mädchen und Jungen einströmen, nur schwer kontrollieren. So sind zunehmende Probleme der Kinder mit ihrer Umwelt und sich selbst nur allzu verständlich.
Positive entwicklungsfördernde Impulse müssen den Kindern in der Freizeit vermittelt werden, da im Besonderen unser leistungsorientiertes Schulsystem keine ausreichende Hilfe darstellt. Auch geht der Bezug der Kinder zur Natur, bzw. zu Tieren immer mehr verloren. Sozialpädagogische Arbeit unterstützt durch den Einsatz von Hunden kann ebenso förderlich sein, wie die heiltherapeutische Arbeit mit Pferden.

Gefördert werden Mädchen und Jungen die:
> motiviert sind, regelmäßig Umgang mit Hunden zu haben,
> Schwierigkeiten haben, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten,
> Schwierigkeiten im Sozialverhalten haben,
> Trebetendenzen zeigen,
> erhöhten Bewegungsdrang haben,
> eine geringe Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung zeigen,
> Probleme im Konsumverhalten haben.

2.3. Zielsetzung und Förderungsmöglichkeiten bei den Kindern und Jugendlichen
> Steigerung des Selbstbewusstsein
> Einübung und Verbesserung von Sozialverhalten zwischen Kindern, Betreuenden und Hunden
> Freude im Umgang mit Tieren (Achtung voreinander und vor dem Tier)
> Naturerlebnissen (Einheit Mensch-Tier, Naturbezug)
> Erleben von Gemeinschaft, Solidarität und Freundschaft
> Aufbau von Beziehungsfähigkeit über das Medium „Hund“.
> Annahme und Weitergabe von Lob und Anerkennung für erbrachte Leistungen (Wertschätzung erfahren)
> Unterstützung und Ermöglichung von Reflexion der eigenen Rolle
> Ermöglichung von Grenzerfahrungen und Grenzerweiterungen
> Möglichkeit von Stillung des Bewegungsdrang in der gemeinsamen Bewegung mit dem Hund
> spielerische Steigerung von Ausdauer
> Förderung von Grobmotorik und die Bewegungskoordination
> Steigerung des Konzentrationsvermögens
> Förderung von der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen
> Sensibilisierung der Wahrnehmung für andere „Lebewesen“
> Kennenlernen von Möglichkeiten sinnvoller Freizeitgestaltung
> Erfolgserlebnisse bei Vorführungen in der Öffentlichkeit

3. Methoden im Rahmen des Konzeptes der HPT Wolfratshausen

3.1. Präsenz der Hunde im HPT Alltag
Da es die Lage und das Grundstück der HPT ermöglicht, Hunde in die Alltagsgestaltung einzubeziehen, wird dies seit Oktober 2000 praktiziert. Es ist wichtig, dass die betreffenden Hunde von einer erwachsenen Person gehalten und entsprechend erzogen werden. Diese Person hat auch für die regelmäßige Impfung und Entwurmung der mitgeführten Hunde die Verantwortung.
Den HPT-Kindern kann der artgerechte Umgang mit den Hunden beigebracht werden. Sie können lernen, Verantwortung zu übernehmen, indem sie einen „Pflegehund“ regelmäßig versorgen. Dazu gehört, die Tränke und den Liegeplatz der Hunde regelmäßig in Ordnung zu bringen; den Hund auszuführen und mit ihm zu spielen und auch Gewährleistung eines Rückzugsraumes für den Hund.
Als theoretisches Grundwissen werden den Kindern die „12 Regeln im Umgang mit dem Hund“ vermittelt.
Auf Kinder hat die Anwesenheit der Hunde eine beruhigende Wirkung. Beispielsweise hat die Anwesenheit eines Hundes im Hausaufgabenraum eine Steigerung der Arbeitsdisziplin und der Konzentrationsfähigkeit der anwesenden Kinder, insbesondere auch bei hyperaktiven Kindern, zur Folge. Außerdem kann rücksichtsvolleres Sozialverhalten der Kinder untereinander beobachtet werden, besonders schüchterne und ängstliche Kinder erfahren durch die Nähe des Hundes (z. B. unter ihrem Schreibtisch) eine Stärkung.
Den Kindern macht es sichtlich Spaß für die Tiere zu sorgen. So bauten drei Jungen mit nur geringer Hilfestellung einer Pädagogin eine geräumige Hundehütte im Garten der HPT.

3.2. Präsenz der Hunde bei Ferienfahrten der HPT
Auch bei der Auswahl der Unterkünfte für Ferienfahrten achten wir darauf, dass die Hunde mit einbezogen werden können.
So konnten Kinder, die noch Schwierigkeiten haben, sich von ihren Eltern für mehrere Tage und Nächte zu trennen, in vielen Fällen durch die Anwesenheit der Hunde ihre Angst überwinden und über das Vertrauen zum Tier auch eine bessere Beziehung zum/zur PädagogIn aufbauen.
Auf den Fahrten verleben dann ca. 10 Kinder, 2 bis 3 PädagogInnen und die beiden Hunde den größten Teil der Zeit zusammen in der Unterkunft, oder draußen in der Natur.
Die Kinder erleben die Tiere hautnah, vom morgendlichen Füttern, über ausgedehnte Spaziergänge, gemeinsames Toben und Spielen, manchmal auch ausgiebiges Baden (hier als Kamerad und Freund), bis zur beängstigenden Nachtwanderung (Beschützer). Aber auch das Verbringen der Nächte ist leichter möglich mit einem warmen kuscheligen Trostspender am Fußende des Bettes oder angekuschelt an die Kniekehlen des Kindes (Schutz, Trost, Geborgenheit).
Über den Umgang mit den Hunden finden die Kinder schnell den Bezug zur Natur. Gerne übernehmen viele von ihnen die Pflege und Versorgung der Tiere, selbst das Ausführen der Hunde bei schlechtem Wetter wird zur Selbstverständlichkeit.
Ebenso kann die Rücksichtnahme auf andere Urlauber, Jogger, Radfahrer bzw. die Verkehrssicherheit in Verbindung mit dem Hund vermittelt werden.

3.3. Einsatz von tiergestützter Pädagogik (TGP) mit Hunden in der Angebotsplanung
Im Rahmen der Angebotsplanung (dem individuellen Hilfeplan entsprechend), werden die Kinder für dieses Angebot (TGP mit Hunden) vom pädagogischen Team und dem Fachdienst ausgewählt.

Es gibt drei Angebotsvarianten:
• Tiergestützte Pädagogik – Kleingruppe auf dem HPT-Grundstück
• Tiergestützte Pädagogik – Kleingruppe am Hundeübungsplatz
• Sozialpädagogische Gruppenarbeit zur Integration in die Vereinsjugendarbeit der HSF Königsdorf.

Die Übungseinheiten finden bei jedem Wetter statt. Im Winter werden auch Einheiten in den Räumen des HPZ bzw. in Hallen von Firmen oder Reitställen durchgeführt.

Tiergestützte Pädagogik – Kleingruppe auf dem HPT-Grundstück
Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Mädchen und Jungen die teilstationär die HPT besuchen.
Es geht bei diesem Angebot vorrangig um den spielerischen Umgang zwischen Hund und Kind. Teilweise werden bei diesem Angebot auch Welpen und Junghunde eingesetzt, die ebenfalls unter Aufsicht an den Umgang mit Kindern gewöhnt werden.
Jede Stunde beginnt mit einem 10-minütigen Spielen und Toben mit den Hunden.
Methodisch kommen verschiedene einfache Parcours aus Slalom, einfachen Sprungkombinationen und diversen Hindernissen (Planen, Tunnels, Plantschbecken und Ballbad) zum Einsatz.
Die Hunde werden möglichst wenig an der Leine geführt. Es geht vor allem um Spaß und Spiel mit dem Hund.
Im Winter findet diese Gruppe im Bewegungsraum der HPT statt. Methodisch werden Übungen aus dem Dog-Dancing und Rettungshundespiele genutzt.

Ziele:
> Abbau von Ängsten vor Hunden
> Erlernen von verantwortungsvollem Umgang mit Hunden (12 Regeln)
> Vertrauen zwischen Hund und Kind fördern
> Bewegungskoordination verbessern
> Bewegungsdrang stillen und Befindlichkeit verbessern.

Tiergestützte Pädagogik – Kleingruppe am Hundesportplatz
Wir arbeiten hier bewusst mit zwei Gruppen Mädchen und Jungen und einer Gruppe von Hunden (Rudel). Diese Gruppen bleiben möglichst über ein Schuljahr (40 Wochen bzw. 20 Übungseinheiten je Gruppe) konstant.
Über das Rudelverhalten der Hunde, z. B. Rangordnung beim Spaziergang, Drohen, Spielen und Toben, Beschützen und Bewachen der rangniedrigeren durch ranghöhere Hunde etc. kommen wir mit den Kindern während der Spaziergänge am Anfang der Übungseinheit. bzw. in den Auswertungsrunden ins Gespräch.
Durch das Beobachten und Vergleichen können die Kinder ihre Rolle in der Gruppe, der Schulklasse, in Freundschaften und in der Familie reflektieren. Sie können so neue Erfahrungen sammeln, indem sie sich z. B. in der Familie als „Rangniedrige“, im Umgang mit den Hunden als „Ranghöhere“ erleben.
In der Vorstellung der Mädchen und Jungen, wie Hunde am liebsten leben würden oder wie sie leben müssen, spiegelt sich oft die eigene Geschichte, versteckte Träume und Wünsche, aber auch Ängste und das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit wieder. Über diese Projektionen entdecken die Kinder ihre eigenen Rollen und Lebenssituationen neu oder anders als bisher wahrgenommen.
Auch bei der Auswahl der Hunde durch die Kinder, die im Gespräch mit den PädagogInnen, stattfindet, kommen Übertragungen zu Tage.
Baghira ist für ein Mädchen ruhig und behutsam; Heiko gibt einer anderen Sicherheit; Nelly ist ganz anders als der Hund, der den Eltern gehört; Shirka und Beila sind sehr temperamentvoll und schnell; Kätchen und Pascha sind nett und klein; Dunja und Candyman werden bewundert, weil sie so klug sind u. s. w.
Dadurch, dass der gleiche Hund für zwei Kinder etwas völlig anderes bedeuten kann, verstehen sie den Zusammenhang zwischen ihrer Einschätzung des Hundes und ihren eigenen Eigenschaften.

3.3.1. Geschlechtsspezifische Aspekte
Die geschlechtshomogene therapeutische Kleingruppe ist keine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg. Da aber geschlechtsspezifische Arbeit ein Schwerpunkt des HPT Konzeptes ist, kann es auch durchaus sinnvoll sein in geschlechtshomogenen Gruppen zu arbeiten. Die Gruppenzusammenstellung wird nach den Zielsetzungen vorgenommen.
In der tiergestützten Pädagogik mit Hunden kann individuell auf die geschlechtsspezifischen Bedürfnisse der Mädchen und Jungen eingegangen werden. Dies ist aber auch in heterogenen Gruppen sehr gut möglich. Überwiegend wird deshalb mit geschlechtsheterogenen Gruppen gearbeitet.

3.3.2. Stellenwert der Hundebesitzenden im therapeutischen System
Der/Die HundebesitzerInnen haben eine entscheidende Funktion für den Bestand dieses Angebotes. Es ist nämlich erforderlich, dass diese Personen bereit sind, ihren Hund für die Arbeit mit den Kindern zur Verfügung zu stellen sowie vorher den Hund mindestens bis zur Begleithundeprüfung auszubilden und zwischen den Übungseinheiten korrigierend weiterzubilden.
Die Hunde erfahren von ihren HalterInnen Wertschätzung. Das jeweilige Kind spürt, dass es ebenfalls Wertschätzung erfährt, da dieser/diese HundehalterIn sein/ihr geliebtes Tier dem Kind anvertraut, und zwar für einen langen Zeitraum verbindlich (z. B. ein Schuljahr).
Nicht selten wird der/die HundehalterIn für die entsprechenden Kinder eine wichtige Vertrauensperson, die ebenso wie der/die PädagogIn und der/die ÜbungsleiterIn einen wichtigen Stellenwert im therapeutischen System einnimmt.

3.3.3. Methodischer Ablauf einer Übungseinheit – Kleingruppe (120 Minuten)
Nach der Begrüßung aller Beteiligten (Team, Kinder, Hunde), beginnt jede Übungseinheit mit einem ausgedehnten Spaziergang (ca. 30 – 45 Minuten je nach Witterung).
Oberstes Ziel ist dabei der Beziehungsaufbau zwischen PädagogIn, Hund und Kind. Aufgestauter Bewegungsdrang kann in diesem Rahmen abgebaut werden; Rennen und Toben mit den Hunden, Ballspielen, Verstecken, gegebenenfalls spielen am Wasser oder im Schnee.
Die Hunde zeigen sich erfreut, dass die Kinder mit ihnen spielen wollen, deshalb läuft das Spiel unbelastet und ungezwungen ab. Kleine Sorgen und belastende Themen werden nicht selten ausgesprochen, wenn der schützende Hund über die Leine in direkter Verbindung zum Kind bleibt.
Nach diesem Spaziergang folgt die Arbeit auf dem Übungsplatz mit verschiedenen Elementen aus dem Hundesport (Ebenfalls ca. 45 Minuten).

Gehorsamsübungen
• Konzentrationsförderung
• Schulung des Wahrnehmungsvermögens
• Schulung der Grobmotorik
• Kennen lernen und Einüben von Strukturen
• Klares und deutliches Ausdrücken von Kommandos
• Geben von Wertschätzung, Lob und Bestätigung für erwünschtes Verhalten
• Durchsetzungsvermögen

Turnierhundesport (THS)
• Schulung der Grobmotorik; Bewegungskoordination
• Sensibilisierung für ein anderes Lebewesen
• Vertrauen zwischen Hund und Kind
• Steigerung der Ausdauer
• Übernahme von Führung

Der gemeinsame Auf- und Abbau des Parcours ist von Bedeutung. Die Kinder müssen sich in der Gruppe einigen, welche Geräte sie benutzen. Dadurch wird auch der Gruppenprozess gefördert.
Danach findet in jedem Fall eine Auswertungsrunde im Vereinsheim statt.
Die Hunde werden vorher von den Kindern mit Wasser und Futter versorgt und in einer Box oder einem Zwinger untergebracht. Wichtig ist, für einen trockenen schattigen Platz für den Hund zu sorgen. Eventuell können die Hunde noch gestriegelt und abfrottiert werden.
Während der Auswertungsrunde haben die Kinder Gelegenheit sich mit einer kleinen Brotzeit zu stärken, bzw. im Winter sich aufzuwärmen. Jedes Kind berichtet aus seiner Sicht von der Übungsstunde. Auch der/die PädagogInnen und die Hundehaltenden beteiligen sich an der Auswertungsrunde. Bei schlechter Witterung wird der praktische Teil verkürzt und durch Theorie ergänzt, die im Vereinsheim vorgetragen wird (Ziel der Theorie ist die Vorbereitung auf einen Sachkundenachweis).
Wichtig ist auch, dass die Kinder zu einer sportlichen witterungsgerechten Kleidung angehalten werden, da die Übungseinheiten bei jedem Wetter überwiegend im Freien stattfinden.
Bisher gelang es uns immer für die Wintermonate geeignete Räumlichkeiten (Maschinenbauhallen, Reithallen bzw. eine Wohnungseinheit im Rohbau) für unser Angebot zu finden. (Wir danken an dieser Stelle den unterstützenden Firmen für Ihre Großzügigkeit.)

Individueller Angebotsplan
• Der Angebotsplan wird vom HPT Team erstellt, dementsprechend werden die individuellen Fördermaßnahmen gestaltet.
• Im Angebotsplan werden Termine, Zielsetzung, Methoden und Reflexion dokumentiert. Der Angebotsplan ist eine der Grundlagen für den Hilfeprozessbericht.

3.4. Veranstaltung von internen Prüfungen
Die Gruppen werden immer für ein Schuljahr zusammengestellt. Vor den Sommerferien gibt es eine Jahresabschlussprüfung für alle teilnehmenden Kinder.
Diese Prüfung beinhaltet eine Gehorsamsprüfung angelehnt an die Begleithundeprüfung und einer Übung aus dem Turnierhundesport. Eventuell auch einen Sachkundenachweis. Die Prüfung wird von außenstehenden Übungsleitenden gerichtet und beurteilt.
Den Kindern werden dabei die erreichten Erfolge aufgezeigt. Honoriert wird die Prüfung mit Pokalen und Urkunden und eventuell kleinen Präsenten. Durch die Prüfungsabnahme können die Kinder eine Grenzerfahrung bzw. -erweiterung erleben.
Das Risiko einzugehen, Prüfungsangst zu überwinden, kostet viel Mut. In vielen kleinen Schritten bieten wir den Kindern die Möglichkeit, im Umgang mit den Hunden immer wieder neue Schritte zu wagen sich für oder gegen etwas zu entscheiden (ein neues Gerät, eine andere Übung etc.),. Anreize zu schaffen, Grenzen zu erweitern. Es kommt darauf an, bewusst erleben und entscheiden zu lassen, den Kindern immer wieder aufzuzeigen, dass sie es selbst in der Hand haben den nächsten Schritt zu wagen und ihr eigenes Tempo zu finden.
Über das Bestehen der Prüfung wird dem Kind sein eigener Erfolg, den es über das Jahr hinweg erreicht hat, deutlich aufgezeigt. Dadurch steigt das Selbstwertgefühl des Kindes und es findet den Mut für neue Ziele, wie z. B. einen Auftritt in der Öffentlichkeit (bei Schuloder Stadtteilfesten); ein Interview bei der Presse oder sogar die Vorführung des Hundes bei einer Fernsehsendung.

3.5. Aufführungen in der Öffentlichkeit
Zum einen als Präsentation der Ergebnisse dieses Arbeitsansatzes zum anderen aber auch als Öffentlichkeitsarbeit der Hundesportvereine machen wir immer wieder gerne Vorführungen in der Öffentlichkeit.
Für die Zusammensetzung der Teilnehmenden empfiehlt es sich, sowohl Kinder aus der InselhausKinder und Jugendhilfe, als auch Kinder und Jugendliche aus den Hundesportvereinen zu beteiligen. Dadurch können sich auch schüchterne Kinder von anderen mitbegeistern lassen und ihr Lampenfieber überwinden.
In diesem Bereich werden auch die Eltern angesprochen und können mit einbezogen werden. Für das Training werden die Wintermonate genutzt, um jährlich ein neues Programm präsentieren zu können.

3.5.1. Showprogramm für die Internationale Hundeausstellung in München
Am Showprogramm des Projektes „Hunde bauen Brücken“ auf der Internationalen Hunde-Ausstellung in München nehmen jedes Jahr Kinder aus den verschiedenen Abteilungen der Inselhaus Kinderund Jugendhilfe (Heilpädagogische Tagesstätte und Da-HeimErziehung) sowie Jugendliche mehrerer Hundesportvereine teil.
Auch viele erwachsene Mitglieder der verschiedenen Hundesportvereine unterstützen das Projekt „Hunde bauen Brücken“ durch Jugendbetreuung, die Übername von Fahrdiensten, die Hundeausbildung oder durch finanzielle Zuwendungen.
Im Vorfeld wurden wir bisher vor allem von der Firma BF – Maschinen, Geretsried durch das zur Verfügung stellen von Räumen für das Training maßgeblich unterstützt.

Quadrille – Vorführungen (verantwortlich Angelika Kassner; Petra Wörle)

Es werden 16 Hunde verschiedener Rassen von Kindern und Jugendlichen vorgeführt.
Diese werden von unseren Fahnenträgern begleitet.
In der Quadrille sind alle Gehorsamsübungen aus der Begleithundeprüfung enthalten, außerdem wird den Hunden einwandfreies Sozialverhalten abverlangt, da alle Übungen in der Gruppe durchgeführt werden.
Kinder und Jugendliche, die in den vergangenen Jahren vorführten, haben sich in ihrer Präsentation eindeutig verbessert. Sowohl die Teamarbeit zwischen Hund und Jugendlichen als auch die Konzentrationsfähigkeit und die Zusammenarbeit in der Vorführgruppe hat deutlich zugenommen.
Einige Jugendliche führen inzwischen auch sehr junge Hunde, die sie selbst ausgebildet haben, vor.
Etwa die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, führen ihre Hunde in Freifolge vor auch einige Übungen aus höheren Prüfungsstufen („Steh“ -Übung) sind eingebaut. Die anderen Kinder und Jugendlichen führen jüngere Hunde oder sind noch nicht so erfahrene HundesportlerInnen.
Es arbeiten viele Kinder nicht mit eigenen Hunden sondern mit Leihhunden, was auch nicht selbstverständlich ist.
Erfreulich ist, dass sich im Laufe der Jahre immer mehr Jugendliche anderer Hundesportvereine (SV München Hinterbrühl Solln, HSV Diessen und SGV Penzberg) beteiligen.
Die Jugendlichen aus den Hundesportvereinen unterstützen die Jüngeren mit ihrem Wissen. Wie selbstverständlich trainieren sie sich gegenseitig. Einige sind inzwischen auch bei der Ausbildung von Hunden aktiv beteiligt.
Auch nimmt die Zahl der jugendlichen Starter auf vereinsinternen bzw. überregionalen Turnieren kontinuierlich zu, was unter anderem als Erfolg dieses Projektes gewertet werden kann.

Showtanz – Vorführungen (Verantwortlich Maria Kassner; Andrea Bannert und Simone Helbig)

Dog-Dancing wird von sechs Jugendlichen und ihren Hunden vorgeführt. Maria Kassner zeigt eine Solo-Einlage mit ihrem Boarder-Collie „Candyman of Cleverland“.
Dog Dancing vertieft die Harmonie zwischen Hund und Mensch. Körpersprache, Signale, verbale Hilfe und Vertrauen müssen aufeinander abgestimmt sein, damit die Vorführung gelingt.
Maria (Jugendwartin HSFKönigsdorf) hat das Training der Jugendlichen und ihrer Hunde im Dog Dancing eigenständig übernommen. Ebenso hat sie die Choreographie entworfen.

Die Showtanz-Gruppe dient als Hintergrund und Unterstützung der Dog DancingGruppe. Sie beinhaltet verschiedene Schwierigkeitsgrade, je nach Talent und Können der Jugendlichen. Vermittelt werden Gefühl für Rhythmus und Körpersprache. So haben also auch die Kinder und Jugendlichen, die an der Quadrille beteiligt sind, die Möglichkeit, an einem weiteren Programmpunkt mitzuwirken.
Das Training und die Choreographie haben dieses Mal Andrea Bannert und Simone Helbig übernommen.
Musikauswahl, Tontechnik, Schnitt und Bearbeitung der Musik der Quadrille und des Showtanzes werden von Andy Kassner in erprobter Weise zuverlässig übernommen.

3.6. Weiterführende Möglichkeiten im Rahmen der Freizeitgestaltung
Kinder, die länger als ein Jahr an diesem Angebot teilgenommen haben, entwickeln oft großes Interesse daran. Sie verspüren Lust, Hundesport in ihrer Freizeit zu betreiben. Nicht selten können diese Kinder aus verschiedenen Gründen keinen eigenen Hund haben. Dennoch versuchen wir den Kindern zu ermöglichen, mit Pflegehunden an Veranstaltungen der Hundesportvereine teilzunehmen.
Viele Hundesportvereine machen gute und umfangreiche Angebote an Kinder und Jugendliche zu erschwinglichen Preisen. Auch der ein oder andere Hund kann zur Verfügung gestellt werden.
Ein Ziel von „Hunde bauen Brücken“ ist es, die Kinder und Jugendlichen im Anschluss an die sozialbzw. heilpädagogische Gruppenarbeit in die Jugendarbeit der Hundesportvereine zu integrieren.
Ehrenamtliche JugendgruppenleiterInnen und AusbilderInnen in den Hundesportvereinen werden von den pädagogischen Mitarbeitenden des Projektes in ihrer Jugendarbeit unterstützt.
Die Vereine stellen ausgebildete, geeignete Hunde für jugendliche HundeführerInnen zur Verfügung, um diesen die Teilnahme an regionalen und überregionalen Prüfungen und Turnieren zu ermöglichen.

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