Hundeerziehung

Der Hund in der Pupertät

Ein Welpe in den Flegeljahren (Pubertät)

Spaniel Welpe
Wenn der Rüde - so ab dem neunten Monat - zum ersten Mal sein Bein hebt (Frühentwickler schon mit dem siebten Monat) und die Hündin zum ersten Mal läufig wird, hat man einen nahezu erwachsenen Hund. Er kommt jetzt in die Flegeljahre, in denen er manches Gelernte zu vergessen versucht oder zumindest so tut. Das heißt für Sie:
Absolut konsequent sein. Darauf beharren, dass Befehle befolgt werden. Immer wieder loben und gut zureden - aber auch, wenn es nötig ist, nachdrücklich belehren. Daran denken, dass das Schütteln des Nackenfells die einzige, natürliche Strafe ist.

Ein Welpe in den Problemmonaten 5 und 6

In diesem Alter sollten sie sich keinen Hund nach Hause holen oder selbst einen Hund abgeben - auch wenn es nur für wenige Tage sein sollte. In der „Periode der Einordnung ins Rudel“ entwickelt Ihr Hund, sehr stark das Erfassen der Umgebung und die Gewöhnung an sie. Er reagiert überempfindlich auf jede Veränderung, und das kann sich im Extremfall zu einem Dauerschaden entwickeln. Außerdem entscheidet sich in dieser Zeit endgültig, wer Herr im Haus ist.

Vielleicht wollen Sie oder die Kinder ihm kleine Kunststücke beibringen: Apportieren oder das Springen über einen Stock - jetzt ist die Zeit dazu. Denn er ist nun in einem ausgeprägten Lernstadium.

Wie lange Ihr Hund für das Lernen braucht, ist weniger eine Intelligenz- als eine Rassefrage. Es gibt lerneifrige Hunde ( wie Deutsche Schäferhunde, Dobermann, Boxer oder Pudel) oder renneifrige, (wie Windhunde) die Spurensucher (wie Spaniel, Bassetts) oder Arbeitshunde (wie Border-Collies) die Ihre eigentlichen Rassemerkmale für wesentlich wichtiger halten, als den Erziehungswunsch des Halters. Je mehr Sie in dieser Zeit mit dem Hund spielen, üben, lernen und belohnen., um so besser klappt das Zusammenleben.